Es ist wieder soweit: Am 06. Juli ist der internationale Tag des Kusses. Wie der Kuss des Menschen entstanden ist, darüber ist sich die Philematologie (die Wissenschaft vom Küssen) immer noch uneinig. Einigkeit herrscht stattdessen dahingehend, dass ein leidenschaftlicher Kuss sich positiv auf das Gemüt auswirkt und Bindung schafft. Philematologe Horst Wenzel verrät seine Kusstipps.

10 Kusstipps für das leidenschaftliche Lippenspiel

  • Mit der Zunge zuhören: Andere küssen und berühren uns oft so, wie sie gerne geküsst werden wollen
  • Den Rhythmus variieren: Das Entschleunigen der Kuss-Geschwindigkeit bringt die Zeit zum stillstehen
  • Gewohnheit ist Gift: Immer mal wieder den Partner in unerwarteten Momenten küssen und sich fürs Knutschen mehr Zeit nehmen
  • Stempelkarten-Kuss bei Paaren vermeiden: Das ein und auschecken bei anderen sollte leidenschaftlich sein
  • Innig umschlungen: Mit dem ganzen Körper küssen und den anderen an Armen und Gesicht streicheln
  • An den Lippen knabbern und leichtes Züngeln: Immer mal wieder beim Küssen mit der Zunge etwas Neues ausprobieren, um Langeweile zu verhindern
  • Die Erkundungstour wagen: Warum sich nur auf die Lippen konzentrieren und nicht auch andere Körperstellen küssen?
  • Vorsicht bei zu viel Enthusiasmus und starker Bewegung: Berühren einander die Zähne, ist dies ein besonders unangenehmes Gefühl. Runde weiche Lippenbewegungen sind hektischen, abgehackten Küssen vorzuziehen.
  • Unterdruck als Kusstechnik: Saugen oder gar ein lustvollen Lecken über die Lippen wird von vielen Menschen als besonders erotisch empfunden
  • Weiche Lippen kommen nach und wollen mehr: Wer Dominanz beim Küssen zeigen will, sollte den Kuss als erstes beenden
Sich küssendes Pärchen. Den Welttag des Kuss sollte man zum besseren Knutschen nutzen

Wissenswertes über das Küssen

Gibt es den perfekten Kuss? 

“Wie bei fast allem gilt, die Geschmäcker sind verschieden”, sagt Horst Wenzel, Philematologe und Leiter der Flirt University. Vom sanften und vorsichtigen Kuss über zartes Knabbern an den Lippen bis zum wilden Züngeln hängt der perfekte Kuss ganz von den eigenen individuellen Vorlieben und denen des Kusspartnes ab. “Ein Kuss wird dann perfekt, wenn die Küssenden beim Lippenspiel die Kusstechnik des anderen spiegeln”, so Wenzel. Der Kuss-Experte ist überzeugt, “Küssen kann man lernen”. In seinen Flirtkursen sorgt er regelmäßig für Kussmomente und bezeichnet er das Küssen als entscheidenden Wegbegleiter zum Sex oder gar in eine Beziehung.

Das richtige Timing beim Küssen

Der passende Moment um sich um den Hals zu fallen will richtig gewählt sein. “Der erste Kuss sollte dann passieren, wenn sich die Stimmung beim Date auf dem Hochpunkt befindet”, erläutert Wenzel. Hingegen sei es ein häufiger Fehler, erst zur Verabschiedung beim Date zum Kuss anzusetzen und zuvor keinen Körperkontakt aufzubauen. Wenzel fährt fort: “Die meisten Frauen erwarten diese Annäherungen vom Mann.”

Ist Küssen gesund?

“Küssen baut Stress ab und stärkt das Immunsystem. Gleichzeitig trainiert der Mensch mit einem leidenschaftlichen Zungenkuss bis zu 34 Gesichtsmuskeln gleichzeitig”, erklärt Philematologe Wenzel. Der Mechanismus des Küssens sei ein “Check der biologischen Kompatibilität”. Berühren sich die Lippen zweier Menschen, schütte der Körper in Sekundenschnelle Glückshormone aus. 

Egal ob als Bussi bei der Begrüßung, als Ausdruck von Zuneigung, dem Gedenken der Toten (wie bei dem neuseeländischen Nasenkuss Hongi) oder als Luststeigerung beim Vorspiel: Kussarten sind, wie auch ihre Bedeutung, kulturabhängig. Die Wissenschaft über das Küssen wird auch Philematologie genannt. Philematologen beschäftigen sich mit physiologischen, kulturellen und sozialen Aspekten des Küssens.

7 spannende Fakten zum Küssen

  • Heutzutage dauert in unserem Kulturkreis ein Kuss im Schnitt 12 Sekunden. In den 80er Jahren lag dieser Schnitt noch bei etwa 5,5 Sekunden. 
  • Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Menschen ihren Kopf nach rechts neigen, anstelle nach links. 
  • Wer küsst, tauscht Speichel und damit auch Bakterien aus. Dies ist jedoch nicht schädlich, ganz im Gegenteil: Das Immunsystem wird gestärkt
  • Durch einen Kuss sinkt der Cortisolspiegel, Stress wird abgebaut
  • Die chronische Angst zu küssen nennt man “Philemaphobie”
  • Während Menschen sich küssen, beschleunigt sich der Herzschlag
  • Die einander Küssenden erhalten durch den Speichel wichtige Informationen über das Immunsystem des anderen. Damit wird gegenseitig getestet, ob man genetisch zueinander passt.

Was ist die Flirt University?

Seine Flirt University coacht schüchterne Männer und Frauen dabei, dass es bei ihrem Date auch wirklich zum Kuss kommt und hilft, dass kein Single in Deutschland ungeküsst bleibt. 

Dr. Franziska Meilinghof

Dr. Franziska Meilinghof

Geboren 1985 in Frankfurt, Studium der Sozialwissenschaft an der Unicaf - University of East London. Arbeitet als Flirttrainerin und Kommunikationsexpertin im Bereich der Partnersuche

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